24.07.17

Regatta Rheinau 2017

In die Startvorlage! Are you ready? Attention! Go!
Und so holten wir uns den ersten Platz, gleich beim ersten Ladies Start unseres Bootes in der Vereinsgeschichte auf der Rheinau. Hoch die Gläser!

9. Juli 2017
Früh am Morgen fingen wir konzentriert mit dem Aufbau des Zeltlagers an, auch wenn viele andere Teams auf dem Gelände unseres Gastgebers „Kanu Club Rheinau“ bereits in Feierlaune waren. Vor dem ersten Rennen sah man zunächst einmal nur in die ernsten Gesichter der Rhein-Neckar Lady Dragons. Ganz im Gegenteil zu den „Mannsweibern“, eines unserer Gegner-Teams, die in ihren Männer-Boxershorts, Muscle-Shirts und Fokuhila Perücken erst einmal zu „Call on me“ von Eric Pryzds ein flottes, lustiges und äußerst unterhaltsames Warm-Up hinlegten. Lange konnten wir uns dieser überschäumenden Stimmung jedoch nicht entziehen und so riss sie uns mit. Mit unseren Bewegungen schlossen wir uns zusammen mit den „Kanalratten“ dem Takt der Musik an. Call on me, call me, call on me, call me…

Das erste Rennen
Dann aber geht das erste Rennen los. Unsere Schlagfrau fährt das erste Mal am Schlag auf einer Regatta und meint hinterher: „Ich war nervös wie Sau!“ Der Start geht los, wir liegen direkt hinten, holen dann aber noch auf. Vom Schlag aus sah man nur aus den Augenwinkeln, dass links und rechts Boote auch Vollgas geben. Wasser flog uns um die Ohren. Trommel-Rhythmus, Anfeuer-Rufe, Kommandos vom Steuermann, Fahrtwind und heftiges Atmen, begleitet von einem tiefen Gefühl der Erleichterung und Zufriedenheit nach der Ankunft im Ziel. Das war das knappste Rennen, das die meisten von uns je gesehen haben. Zwischen dem ersten und dem fünften und damit letzten Boot liegt insgesamt nur eine Sekunde. Im Boot und auch von der Seite hat keiner gesehen, wer eigentlich gewonnen hat. Gilt das erste Rennen offiziell als unentschieden? Mit nur vier-Zehntel Rückstand holten wir den zweiten Platz. Danach war uns klar, wir haben eine Chance. Nervosität raus, Siegeswille rein – chakkaaa: „Alles fürs Team!“

Das zweite Rennen
Das zweite Rennen. Mit kleinerer Frequenz, aber deutlich kräftiger gefahrenem Start, kamen wir mit sieben Zehntel Vorsprung vor den Zweitplazierten in diesem Rennen ins Ziel. Wie unerwartet! Wir gehen insgesamt in Führung. Das zweite Rennen lief für uns einfach besser, das ließ sich an der Power fühlen, die im Boot war. Okay, zugegeben, die Technik litt stark. Für den Moment war das aber egal, wir lagen damit auf dem ersten Platz. Und wir wollen ja schließlich Spaß! „Spaß ist, wenn wir gewinnen“, kommt die Antwort einer Teamkameradin. Das spürt man im Team. Jetzt wollen wir aber wirklich gewinnen! Dafür nutzen wir doch gerne die erneute Verstärkungspause mit leckerem Essen (wie nach jeder Rennrunde). Unser Gastgeber hatten für unser aller leibliches Wohl gesorgt. Es gab schmackhaftes Herzhaftes und Kuchen en masse. Einfach KÖSTLICH. Mmmhhh…

Das dritte Rennen
Dann aber das dritte Rennen: volle Konzentration. Drittes Rennen, das heißt auch dritte leicht unterschiedliche Besetzung. Wir sind auf Bahn 4 und werden leicht abgedrängt vom Boot auf Bahn 3, nach 200m führt noch das Team der „Mannsweiber“. Und dann kam der furiose Endspurt! Die Rhein-Neckar Lady Dragons holen sich den Sieg! Damit ist klar: wir holen auch den Gesamtsieg in der Regatta, denn gezählt werden die Zeiten aus allen drei Rennen.
Und wir haben uns gefreut! So sehr! Voller Stolz! Oder wie es von Bank 2 hieß: „Siegen macht richtig Spaß, insbesondere mit Euch!“ Es war ein gelungenes Event und ein toller Tag. Spannend, aufregend und entspannt zugleich. Im Rennen selbst paddelt man gefühlt um sein Leben. Anstrengend, jedoch ein tolles Gefühl.
Ein großes Dankeschön an den Gastgeber, unsere Trommlerin Nadine und alle anderen Beteiligten, vom Organisations-Büro bis hin zu den Zuschauern, ihr wart spitze.

Rhein-Neckar Lady Dragons