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will mitmachen!
Schaengel-Cup in Koblenz
Am 21.05.2011 wurde in Koblenz an der Rheinlache der Schaengel-Cup 2011 ausgetragen. Für uns die erste Gelegenheit der Saison, uns mit anderen Teams – 35 am Start - zu messen. In diesem Zuge konnten wir auch überprüfen, ob unser Wintertraining und das Trainingslager am Gardasee die gewünschten Erfolge gebracht haben.
Der Schaengel-Cup war für uns nicht nur der Saison-Auftakt, sondern auch noch zwei Premieren für die Rhein-Neckar-Dragons. Zum einen die erste Teilnahme am Schaengel-Cup und zum zweiten, die erste Regatta in einem Drachenboot der Junior-Racing Kategorie. Ausgefahren wurde der Cup über 250 m in den Kategorien Sport-Cup, Fun-Sport-Cup und Fun-Cup. Die Distanz über 2000 m wurde in den Kategorien Sport und Fun-Sport ausgetragen.
Kleine
Exkursion für alle Nichtinsider: Das Junior-Racing Boot ist
9 m lang, bietet dadurch Platz für 10 Paddler und wiegt nur
150 kg. Ein „normales“ Drachenboot ist 12,5 m lang, bietet
20 Paddlern Platz und ist 250 kg schwer. In den
Fahreigenschaften unterscheiden sich die beiden darin, dass
das Junior-Racingwesentlich kippeliger und anfälliger für
Störungen im Takt ist, dafür aber wendiger.
Zur
Vorbereitung auf den Schaengel-Cup haben wir uns am Montag
davor bei den Rheinpiraten getroffen, um in deren
Junior-Racing Boot zu trainieren. Aufgrund der o. g.
beschriebenen Effekte und des größeren Sitzabstandes war es
sehr empfehlenswert diese Trainingseinheit durchzuführen, um
sich mit dem Boot vertraut zu machen. Es ist ein tolles
Gefühl, in dem kleinen Drachenboot zu sitzen, und noch
schöner ist das Gefühl, dass alle Bänke belegt sind. Wir
wollen auch so ein kleines Boot haben!
Wir
sind mit 13 Paddlern und Trommlerin nach Koblenz gefahren.
Dies bedeutet, dass sich immer 3 pro Lauf schonen konnten,
um die Kräfte für die nächsten Läufe zu sparen. Die
Frauenquote lag bei mindestens 4 pro Boot.
Die Eingruppierung in die Kategorie über beide Distanzen erfolgte über den ersten Lauf anhand der gefahrenen Zeit. Die besten 12 Zeiten wurden in Sport, die Zeiten der Plätze 13 – 24 in Fun-Sport und 25 – 35 in Fun eingruppiert. Unsere Taktik ging leider oder zum Glück schief, das überlasse ich dem Leser. Wir fuhren mit 6 Frauen und 4 Männern den Einteilungslauf und erpaddelten uns die 11.beste Zeit. Damit waren wir mit den Top-Teams aus dem Saarland und aus Mühlheim/Ruhr im Sport-Cup. Diese Eingruppierung galt auch für die 2000 m Distanz.
Die Rheinpiraten vom KCM und die Fu-Fighters aus Freistett ließen wir hinter uns. Da wir häufig von anderen Drachenboot-Paddlern wegen unserer lockeren Einstellung belächelt werden, war dies eine Genugtuung. Nach dem ersten Schock machte sich Freude über unsere sehr gute Leistung breit und es brach großer Jubel aus. Das Wintertraining bei Wind und Wetter sowie das Trainingslager haben sich gelohnt. Die beiden Wertungsläufe fuhren wir gegen sehr starke Teams, was sich auch in unseren Zeiten bemerkbar machte. Am Ende haben wir uns für das C-Finale qualifiziert und durften uns nach den Finalläufen über den 11. Platz über 250 m freuen.
Aus den
Berichten der drei an „Land“ gebliebenen Paddler konnten wir
für die Zukunft einige wichtige Erkenntnisse erlangen. Wir
müssen im Training mehrauf Ausdauer fahren um unsere Kraft
zu stärken. Regelmäßig konnten wir nach knapp 200 m den
Druck nicht mehr beibehalten bzw. keinen Endspurt fahren.
Dies hat uns Nachteile gegenüber den anderen Teams
eingebracht. Positiv wurde unser Start bewertet, der
Übergang von der Startphase zu den Streckenschlägen
gelangsehr gut. Hier gibt es eine deutliche Verbesserung
gegenüber den Vorjahren.
Wäre
wir wie geplant im Fun-Sport gelandet, hätten wir mit
unseren Laufzeiten einen schönen Pokal mit nach Hause
genommen. Dafür durften wir unsmit der Creme de la Creme im
Drachenbootsport messen und haben uns gut geschlagen. Wir
sind stolz auf uns.
Nach
einer ausgedehnten Pause ging es dann auf die 2000
m-Strecke. In diesem Wettbewerb gingen 23 Teams an den
Start. In den drei Läufen auf die sich das Teilnehmerfeld
verteilte, wurden die Teams aus den beiden Cups gemischt.
Dies führte dazu, dass die einzelnen Rennen durch die
Überholmanöver spannender wurden. Wir fuhren im ersten Lauf
und konnten ein Team überholen und die Attacke eines der
Top-Teams abwehren. Jedoch sind zwei Wenden nicht optimal
gelaufen, so dass wir dort einige wertvolle Sekunden lassen
mussten. Einmal wurden wir zu weit nach außen getrieben, so
dass der Weg um die Wendeboje weiter wurde. An der letzten
Wende haben wir sehr viel Zeit verloren, da unser Steuermann
– er wurde vom Veranstalter gestellt – einem stärkeren Team
Vorfahrt gewährt hat, obwohl wir dieses Recht besaßen. Nach
der Wende wurden wir von einen neben uns fahrenden Boot zur
Seite gedrängt, so dass wir stark auf die Gegenbahn
ausweichen mussten, um einen Crash abzuwenden. Geschätzt
haben uns die beiden Wenden ca. 20 Sekunden gekostet.
In unserem
Lauf wurden wir 4. von 8 Booten. In Summe wurden wir über
die 2000 m ebenso 11. in 11:38. Wir hatten uns eine bessere
Platzierung erhofft, da uns die Langstreckte liegt. Unsere
lokale Konkurrenz vom KCM hat auf den 2000m im Fun-Sport den
ersten Platz gemacht.
Mit einer
knappen Minute Rückstand auf das schnellste Team sind wir
mit unserem Ergebnis sehr zufrieden und konnte den Frust
über den 11. Platz etwas mildern.
Wir können
mit Recht sagen, dass der Ausflug nach Koblenz zu dem sehr
familiären Schaengel-Cup sich gelohnt hat. Nächsten Jahr
wollen wir wieder teilnehmen, und zwar mit unserem eigenen
Boot.
Ein Bericht von Sylvia K.
Unsere erste Regatta in diesem Jahr ist etwas Besonderes: Die Koblenzer Schaengel richten Ihren 1. Cup mit 5-Bank-Booten aus. Freundlicherweise dürfen wir das „Baby-Boot“ der Rheinpiraten probefahren - nochmals vielen Dank dafür.
So können wir schon einmal die Sitzpositionen und unser Steuermann die Wendigkeit testen. (Er fährt allerdings nicht mit, weil die Koblenzer verkündet haben, dass die Steuerleute gestellt werden.)
Samstag in Koblenz: Die Sonne scheint, 35 Teams rücken gut gelaunt an, suchen sich einen Platz für ihr Lager. Die Schaengel haben alles gut organisiert und gehen den Tag entspannt und locker, aber mit präzisem Zeitmanagement an. 4 Läufe über 250 m stehen uns bevor. Um 10.40 startet unser Eingruppierungslauf. Der entscheidetüber die Teilnahme im Sport-Cup, Fun-Sport-Cup oder Fun-Cup. Unser erfahrener Steuermann „Checker“ kommt aus Riesa, das deuten wir als gutes Zeichen. 4 Männer und 6 Frauen geben ihr Bestes. Wie immer ist unser Start sehr gut, aber nach 150 m etwa brechen wir ein (sagt „Checker“) - und tatsächlich landen wir auf Platz 3. Entsetzen!
Wir
werden in der Fun-Gruppe landen - DAS WAR NICHT GEPLANT!
Nach 12 Rennen werden die Teams nach ihrer Rennzeit eingeteilt. Die Sport-Cup-Riege wird u. a. angeführt von Roter Drache Mühlheim, mehrfache NRW-Landesmeister und Deutsche Meister, die mit 2 Mannschaften angetreten sind.
Und dann: „Auf Platz 11 die Rhein-Neckar-Dragons.“ ENTSETZEN - DAS WAR NICHT GEPLANT! Solche Gegner.
Aber
nach dem ersten Schrecken kommt Freude auf: Wir sind immerhin
Elfter von 35 Teams. Okay, wir nehmen die Herausforderung an.
Jetzt folgen 2 Läufe mit Punktwertung. Wir schaffen einmal
den 3. und einmal den 4. Platz und landen damit im C-Finale.
In allen Rennen steuert „Checker“ unser Boot und feuert uns
kräftig an. Im C-Finale schaffenwir den 3. Platz und
bestätigen mit 1:18 unseren 11. Platz in der Gesamtwertung -
runde 2 Sekunden langsamer als der Rote Drache.
Nun
sehen wir dem 2000-m-Rennen gelassen entgegen. Hier starten
nur die Sport- und Fun-Sport-Teams.Die beiden Gruppen werden
gemischt und fahren ihre Zeiten in 3 Läufen aus.
Trotz
sichtbarer
Konditionsschwächen können wir gut mithalten. „Checker“
steuert unser Boot mit der Startnummer 5 souverän in engen
Kurven um 3 Wendebojen und sichert uns den Vorsprung.Auf dem
Weg zur letzten Wende werden wir angegriffen. Der Rote Drache
ist 20 Sekunden nach uns gestartet und holt jetzt auf, dicht
gefolgt von D+S. Vor der Wendeboje liegt er auf halber
Bootslänge neben uns, ist aber nicht schlimm, denn nach den
Regeln haben wir Vorfahrt. Und da passiert es: „Checker“ lässt
uns im Stich und schenkt den beiden Verfolgern die Vorfahrt
auf den Innenbahnen. Uns bleibt die lange Außenbahn, das
kostet Zeit. Damit nicht genug: ein Steuermann verliert die
Kontrolle und drängt uns mit seinem Boot auf eine
Ausweichkurve. Schade! 11:39 und damit wieder 11. in der
Sport-Gruppe. Der Rote Drache geht mit 10:55 durchs
Ziel. Allerdings ist unser Malheur harmlos im Vergleich: Zwei
Teams gerieten total ins Hintertreffen, weil ihre Steuerleute
die Boote an der falschen Boje wendeten und nur durch Zurufen
der Kommentatorin wieder auf den richtigen Weg kamen. So
gesehen also ...
Es war ein toller Tag! Da fahren wir wieder hin! Dann allerdings mit unserem eigenen Steuermann - so wie der Rote Drache :-)
Ein Bericht von Karin M. S.
