30.06.17

Vogalonga Calling

Zum sechsten Mal haben sich die Drachen mit einem gemischten Boot nach Venedig zur 43. Vogalonga aufgemacht.

Abfahrt: Freitag 4 Uhr morgens. Da mag man meinen, alle hängen vor Müdigkeit durch – nicht mit uns! Aufgeregt und aufgedreht waren wir, voller Vorfreude und Erwartung auf die bevorstehende Reise und das Event. Für einige von uns war es schließlich das erste Mal. Zum ersten Mal in Venedig, zum ersten Mal bei der Vogalonga.
Mit viel Gekicher und leckeren Lunchpaketen im Gepäck ging es mit dem vereinseigenen Bus samt Boot dann gen Süden.
Einige Stunden später, nach einer angenehmen Fahrt war die Freude groß, als wir beim Absetzen des Bootes in Mestre schon den ersten umwerfenden Ausblick genießen durften. Segler, Paddler, Ruderer, freudige Menschen, große und kleine Boote, Sonnenschein und Meer. Da fühlt man sich genau richtig am Platz.
Mit einem Speed-Boot ging es wenig später nach Venedig zu unserer hübschen Unterkunft, auch die Überfahrt war ein Highlight für sich. Der ein oder andere hatte schon ein leckeres italienisches Eis in der Hand, noch bevor wir in unserem neuen Zuhause angekommen waren.
Samstagmorgen führte uns unser Weg zum offiziellen Anmeldebüro, zur Abholung der Startunterlagen.
Der Weg dahin war eine Augenweide. Er hat uns über viele kleine Brücken, durch enge Gassen, über Kanäle und kleine schöne Plätze sowie einen Wochenmarkt geführt. Unterwegs wurden unzählige Fotostopps eingelegt (vielen Dank an dieser Stelle an Martin, unseren „alten Hasen“, der dabei viel Geduld mit uns bewies).
Am Nachmittag überführten wir unser Boot und verbrachten etwas Zeit damit, durch die Kanäle zu paddeln. Einfach toll war das. Selbst paddeln zu dürfen mit dem eigenen Boot in Venedig, das hat schon was. Stolz und cool zugleich fühlte sich das an.

Sonntagmorgen 9 Uhr, mit Ertönen des Kanonenschusses war es so weit, die 43. Vogalonga hatte gestartet und wir mit ihr (unsere Startnummer: 1.092). Gemeinsam mit ca. 8.000 anderen Teilnehmern in ca. 1.800 Booten und Stand-up-Paddling Boards. Was für ein Spektakel.
Wir wurden getragen von der Stimmung vor Ort, den tollen und teils hübsch wie auch lustig verkleideten Leuten und dekorierten Boote um uns herum. Die knapp 30 Kilometer, die vor uns lagen, vergingen fast wie im Flug.
Ein französisches Damen-Ruder-Boot neben uns begann zu singen, als wir auf den letzten Kilometern wieder nach Venedig hinein gepaddelt sind. Unser Kapitän hat direkt mitgesungen und auch das zujubelnde Publikum hatte seinen Spaß damit.
Erschöpft, aber dennoch überglücklich und zufrieden kehrten wir am Nachmittag wieder zurück. Der nächste Tag war frei (genügend Zeit für Sightseeing und Eis).
Die Abende haben wir mit leckerem Essen und kühlen Getränken über den Dächern Venedigs genossen. Für mich steht fest, ich komme wieder. Mandy