Startseite
Team
Der
Sport Kalender
Bildergalerie
Berichte
Ich
will mitmachen!
Angekommen - angenommen
Ganz vorsichtig heben wir unser neues Drachenboot aus der unteren Etage des Bootsanhängers, müssen um die Verstrebungen herum greifen, es über die Deichsel heben, es umdrehen und respektvoll, schon fast zärtlich, auf jeden Fall aber stolz zum ersten Mal auf dem Bootswagen ablegen.
Jetzt
wird auch die Innenansicht erkennbar. Makellos heil und ohne
eine einzige Delle hates die lange Fahrt, hoppelnd über
Pflasterstraßen und rasant über Autobahnen, von der Ostsee an
die zukünftige Heimat am Altrhein geschafft. Mit den
Fingernägeln schaben wir einen kleinen Kleberrest ab,
bewundern unsere ansonsten glänzend weiße Schönheit. Der Bug,
das Heck und das Innere sind ganz hell, reflektieren das
bisschen Sonnenlicht dieses trüben Tages. Noch gibt es keinen
Bootsnamen am Rumpf; kein Vereinslogo und kein Werbeschriftzug
durchbrechen die klaren Linie. Noch ist unser Kleines völlig
makellos. Beim Öffnen der Auftriebskörper kommt die Erinnerung
an die Gerüche der Bootswerft wieder auf, alles riecht frisch
und neu.
Auf dem Wasser erproben wir uns und das Boot, um zu sehen, wie wir künftig zusammenpassen werden. Schon beim Einsteigen wird klar: das wird eine kipplige Angelegenheit.

Und beim Lospaddeln müssen wir uns – so hat man es uns in Schwerin vorhergesagt – schon noch deutlich mehr anstrengen als im großen Altrheindrachen. ‚Länge läuft‘, das Kleine jedoch will kraftvoller angeschoben werden.

Der
Teamcaptain und heutige Steuermann Thomas peilt die
Querströmung vom Rhein her an, lässt erst einmal respektvollen
Abstand walten, um dann beim zweiten und dritten Vorbeifahren
die Reaktion auf die Verwirbelungen zu testen. Sein Fazit:
„Das steuert sich schon ganz anders als das große Boot.“
Als der Himmel sich immer mehr zuzieht, dunkle Wolken heran treiben und erste Blitze zucken, öffnet der Himmel gewaltig seine Schleusen und wir schließen unsere erste Probefahrt eilig ab.

Nachdem
wir unser Neues geputzt und im leergeräumten Lagerraum
provisorisch untergebracht haben, ziehen wir ein mehr als
positives Fazit. Einzige Überlegung aufgrund unseres völlig
durchweichten Zustandes, ob wir unseren Juniordrachen nicht
doch vielleicht mit Verdeck hätten kaufen sollen.
Ein
Bericht von H. W.
