Die Spieler sitzen in einem Kajak und versuchen dann Ball ins gegnerische Tor zu spielen und das eigene Tor gegen Angriffe zu verteidigen. So befindet sich jede Mannschaft wechselseitig im Angriff oder in der Verteidigung und das Spielgeschehen verlagert sich auf das gesamte Spielfeld. Die Spielzeit beträgt 2x 10 Min. mit einer dreiminütigen Halbzeit. Ist nach der offiziellen Spielzeit keine Entscheidung gefallen, wird das Spiel 2x3 Min. verlängert. Danach werden "Penaltys" geworfen. Um den Ball fortzubewegen, darf geworfen oder mit dem Paddel geschlenzt werden. Während des Spiels darf der Gegner durch einen Schulterstoß zum Kentern gebracht werden. Im Spielverlauf kann jeder Spieler den Platz des Torwartes einnehmen. Das Spielfeld ist eine rechteckige Wasserfläche, im Verhältnis von Länge und Breite 3:2 Gepielt wird auf einem stehendem Gewässer, ein See oder in einem Schwimmbad. Die Wassertiefe sollte mindestens 90 cm betragen. In 5 m Höhe über der Wasseroberfläche sollte sich kein Hindernis befinden. Zur Ausrüstung der Spieler gehören Boote, Helm mit Schutzgitter, Paddel sowie ein offizieller Wasserball mit hoher Griffestigkeit.

1. Kanupoloturnier
in Villingen
Nach
unserem hervorragenden 2. Platz
beim Turnier in Horb eine Woche zuvor, trafen wir uns
am Freitag, den 26.2. um
17.30h am Kanuclub, um den Bus zu beladen und die
Reise nach Villingen
anzutreten. Für den Abend wurde uns von den Villingern
ein Tisch in einem
mexikanischen Restaurant reserviert und ein
Schlafplatz im Pfadfinderheim
bereit gestellt. Durch den Abend geführt wurden wir
von Steffi, die mit uns
nach dem Essen noch eine Kneipentour machte und auch
noch zu später Stunde am
Kicker mithalten konnte. An dieser Stelle ein
herzlicher Dank für die
Gastfreundschaft, besonders an Steffi, da wir bei den
anderen Mannschaften
nicht gerade als Partymuffel bekannt sind. Am nächsten
Morgen ging es dann mit
leichten Blessuren vom nächtlichen Rodeln ins
naheliegende Hallenbad, wo wir
uns mit Kaffe und Kuchen für das erste Spiel stärken
konnten.
Bei diesem
Turnier traten insgesamt
acht Mannschaften in zwei Gruppen gegeneinander an.
Beim Blick auf den
Spielplan zeigte sich, dass wir mit Radolfzell, Horb
und Villingen 2 nicht
gerade die leichte Gruppe erwischt hatten.
Glücklicherweise bestritten wir
nicht das erste Spiel, sodass wir uns das Match
unserer Gegner erstmal
anschauen konnten. In unserem ersten Spiel ging es
gegen Villingen 2 darum,
eine möglichst gute Ausgangslage für die weiteren
Spiele zu sichern.
Entsprechend konzentriert und motiviert starteten wir
dann auch mit eine
offensiv ausgerichteten Verteidigung. So konnten wir
schon in den ersten
Minuten einige Unsicherheiten des Gegners ausnutzen
und mit 3:0 in Führung
gehen, ehe wir den Anschlusstreffer kassierten. Doch
nicht im Geringsten ließen
wir uns aus dem Konzept bringen, sodass es in der
Halbzeit bereits 8:1 für den
KSC stand. In der 2. Hälfte spielten wir aus einer
sicheren Abwehr und konnten
die sich bietenden Möglichkeiten nutzen, um am Ende
mit 13:2 das Feld zu
verlassen.

Im zweiten
Spiel hatten wir mit Horb
einen Gegner von anderem Kaliber. Dessen bewusst,
versuchten wir hier ebenfalls
das Spiel aus der Abwehr zu kontrollieren und uns
Chancen heraus zu arbeiten.
Das gelang uns auch recht gut, das einzige Problem war
der Torwart der Horber,
der mit etlichen Glanzparaden unsere Tore verhinderte.
Ebenso einen Strich
durch die Rechnung machten uns diverse Latten- und
Pfostentreffer, allein in
der ersten Hälfte fünf. Nachdem wir bis zum 2:2 immer
wieder im Rückstand
lagen, gelang uns in der zweiten Hälfte wesentlich
mehr- auch das Glück hatten
wir auf unserer Seit und konnten uns am Ende mit 4:2
durchsetzen.
Vor unserem
letzten Gruppengegner
hatten wir wohl den meisten Respekt, da wir gegen den
KC Radolfzell im letzten
Herbst in Ulm unglücklich ausgeschieden waren.
Entsprechend motiviert gingen
wir in das Spiel. Bereits nach wenigen Minuten stand
es dann auch 2:0 für uns.
Leider leisteten wir uns im folgenden zwei Fehler,
woraufhin der wurfgewaltige
Spieler mit der Nr. 5 zum 2:2 ausgleichen konnte. Doch
das tat unserem Spiel
keinen Abbruch und wir konnten mit 3:2 in Führung
gehen. Nach dem erneuten
Ausgleich war es dann Anne, die eine Unachtsamkeit des
5ers des KCR ausnutzte,
sich den Ball sicherte und den Konter zum 4:3
einleitete. Das 5:3 folgte nur
wenig später, was so kurz vor Schluss die Entscheidung
war. Am Ende hieß es
dann 6:3 für den KSC und wir waren somit Gruppenerster
und schon sicher unter
der ersten vier des Turniers.

Im ersten
Zwischenrundenspiel ging es
dann gegen den zweiten der anderen Gruppe, zu unserem
Erstaunen war das Tübingen,
gegen die wir 2008 in Ulm das Finale verloren. Hier
wussten wir aber genau,
worauf es ankommt- den Spieler mit der Nr. 10 zu
decken. Er ist der
Aufbauspieler und gleichzeitig stärkster Werfer im
Team. Ihn nahmen wir
entsprechend in Manndeckung, sodass es ihm im gesamten
Spiel nur einmal gelang,
frei vor unserem Tor zu erscheinen, wo er aber an der
starken Parade von Ruben
scheiterte. Auf der anderen Seite gelang es uns immer
wieder Konter zu fahren,
oder auch sehenswerte herausgespielte Treffer zu
erzielen. So konnten wir
unsere Führung in der Halbzeit auf 3:0 ausbauen. In
der zweiten Hälfte machten
wir dann genauso weiter und sicherten uns letztendlich
mit 6:0 die
Finalteilnahme.
FINALE: Wir
hatten es also geschafft,
bis ins Finale vor zu dringen. Jetzt wollten wir
natürlich das ganze mit
einem Sieg perfekt machen. Nach
schon einigen Finalniederlagen, z.B. in Horb letzten
Sommer und letzte Woche,
aber auch in Ulm, war es an der Zeit, endlich ein
A-Turnier auswärts zu
gewinnen. Unser Gegner war, wie schon in der Vorrunde,
der KC Radolfzell. Da
wir sie bereits geschlagen hatten, war allen klar: das
würde bestimmt nicht
einfacher werden. Schon die ersten Minuten bestätigten
diese Vermutung, und bei
merklichem Kräfteverschleiß taten wir unser Bestes.
Wieder konnten wir mit 2:1
in Führung gehen. Beim Stand von 3:3 in der Halbzeit
kassierten wir dann durch
einen Penalty das 3:4 am Anfang der zweiten Hälfte.
Unbeeindruckt davon machten
wir den Ausgleich zum 4:4 und konnten sogar das 5:4
und wenig später das 6:4
erzielen. Jetzt nahm das Spiel gehörig an Fahrt auf.
Angesichts der drohenden
Niederlagen kämpften die Radolfzeller um ihre Chancen.
Auch wir ließen uns
davon anstacheln und gingen noch offensiver auf die
Gegenspieler. In der Halle
üblich, wird das Umstoßen am Beckenrand wegen der
Verletzungsgefahr mit der
gelben Karte und somit mit einer zwei minütigen
Zeitstrafe geahndet. Leider
passierte uns genau das, wobei es nicht wirklich knapp
am Rand war, der Spieler
konnte ohne Probleme rollen, doch der Schiri sah das
anders und wir waren in
den nächsten zwei Minuten nur noch zu dritt. Prompt
mussten wir den 6:5
Anschlusstreffer hin nehmen. Glücklicherweise wurde
ein Spieler des KC
Radolfzell wegen des gleichen Vergehens wenige
Sekunden später ebenfalls vom
Platz gestellt und wir spielten wieder ausgeglichen,
allerdings drei gegen
drei. Nur waren wir dann auch zuerst wieder komplett,
was wir eiskalt ausnutzten
und kurz vor Schluss mit einem Konter zum 7:5 das
Spiel für uns entschieden.
Das war dann auch das Endergebnis und nach dem
Schlusspfiff kannte der Jubel
keine Grenzen. Insgesamt hatten wir ein Torverhältnis
von 36:12 Toren.

An diesem
Tag waren wir einfach die
ballsicherste und abgebrühteste Mannschaft, sodass
kein Zweifel aufkam, dass
wir verdient erster wurden. An dieser Stelle möchten
wir den Villingern und
natürlich auch den anderen Mannschaften für dieses
tolle Turnier danken und
werden im nächsten Jahr sicher wieder antreten.
Besonderer
Hervorheben möchte ich die
Leistung unserer „neuen“ Spieler Yannick, Maurice und
Anne, die wirklich alle
ein super Turnier gespielt und einen großen Beitrag zu
unserem Sieg beigetragen
haben. Anne hat in diesem Turnier drei Tore
geschossen, zwei davon beim 7:5 im
Finale: Glückwunsch.
Dass unsere
altgedienten Spieler
ebenfalls eine tadellose Leistung ablieferten ist
selbstredend.
Für den KSC
haben gespielt:
Nr.
8 Anne
Nr.
9 Yannick
Nr.
2 Maurice
Nr.
5 Mario
Nr.
3 Ruben (C)
Nr.
11 Daniel
Unsere
Torschützen:
Daniel
13
Ruben
9
Maurice
7
Anne
3
Yannick
2
Mario
2
©
Daniel Graze