Rhein-Neckar Dragons

Das Drachenboot-Team des KSC-Neckarau

Willkommen bei den Drachenbooten

Drachenbootsport - faszinierend und facettenreich

Der Drachenbootsport kommt ursprünglich aus Asien und ist in den letzten Jahren bei uns populär geworden. Viele ambitionierte Teams und Events verbreiten seinen Reiz stetig. Seit 2008 sind wir, die Rhein-Neckar Dragons, sportlich aktiv und trainieren regelmäßig auf dem Rhein, dem Kiefweiher oder dem Otterstädter Altrhein. Denn dort sind wir zuhause: In unserem Bootshaus an der Silberpappel in Mannheim-Neckarau.

RND 600px

Drachenbootfahren bedeutet für uns sehr viel mehr als nur gemeinsam auf dem Wasser unterwegs und an der frischen Luft zu sein. Neben dem Gemeinschafts- und Teamspirit fordert dieser Sport jeden Paddler leistungsmäßig, denn es braucht Kraft, Konzentration und Disziplin, um gemeinsam im gleichen Takt alles zu geben. Regelmäßiges Training ist ein wesentlicher Baustein für diese Leistungsfähigkeit. Wir trainieren im Sommer zweimal pro Woche, im Winter, aufgrund der Lichtverhältnisse nur einmal. Dafür betreiben wir zusätzlich einmal pro Woche gemeinsam ein Indoortraining, das unsere Muskulatur stärkt und fit hält. Wechselnde Wetterverhältnisse kompensieren wir durch Motivation und adäquate Kleidung, sodass wir wirklich das ganze Jahr hindurch im Boot sitzen.

RND Winter 600px

Ziel all dessen ist die Teilnahme an diversen Regatten im süddeutschen Raum. Ob Merzig, Trier, Koblenz, Schierstein, Rheinau oder Heidelberg, Kurz- oder Langstrecke – wir sind dabei. Mehrfach war unser Team auch schon bei der Vogalonga in Venedig am Start.

Wenn Teamsport an der frischen Luft dein Ding und Wasser dein Element ist und du dir außerdem vorstellen kannst, eine Leidenschaft für Kraft-Ausdauer zu entwickeln, dann komm zum Probetraining. Eine Mail an: teamcaptain@rhein-neckar-dragons.de genügt. Gerne erhältst du so auch nähere Infos.


Aktuelles:

  • 16.01.22

    Drachenboot bei Minusgraden

    Zum Glück dürfen wir trotz Corona-Verordnung Drachenboot fahren. Und da sind uns die Minusgrade auch egal. So gings am Samstag bei -1 Grad im großen Boot aufs Wasser. Für Außenstehende kaum nachzuvollziehen aber für uns ein Grund zur Freude.

    IMG 6159
  • 19.12.21

    FROHE WEIHNACHTEN

    RND Weihnachtsgruß 600
  • 10.10.21

    Mit 2 G in den Pfälzer Wald

    Am 10. Oktober 2021 war es wieder so weit. Die diesjährige Wanderung der Drachenbootgruppe des KSC stand zur besten Esskastanienzeit an. Die Tour wurde dankenswerterweise von Lucie und Günther mit der Erfahrung der letzten Jahre sowie ortskundiger und weiser Voraussicht geplant.

    Deshalb traf man und frau sich nicht am völlig überfüllten Wanderparkplatz Drei Buchen, sondern am Ortseingang von Ramberg in der Pfalz. Wer doch noch am Wanderparkplatz wartend ausharrte, wurde per Handy herangelotst. Es trafen sich insgesamt 13 Drachenbootpaddelnde mit PartnerInnen und einem Haustier, die sich auf eine schöne Wanderung zur Ramburg auf dem Schlossberg freuten. Die Führung übernahmen die im Titel erwähnten 2 G, Günther und sein Hund Garp.

    Die Orientierung der Wegsuchenden erfolgte anhand der liebevoll gestalteten Schilder vom Bürstenbinderweg (ein Bürstenbinder aus Ramberg mit Tragegestell, drei Besen darin und einem Wanderstock in der rechten Hand) und dem Pälzer Keschdeweg (einer aufgeplatzten, prallen rotbraunen Esskastanie im gelben Stachelmantel), aber auch dem Handy und – ganz alte Schule – orientiert nach Sonnenstand und Himmelsrichtung. Garp verfolgte teilweise andere Interessen und suchte neue Richtungen, schloss sich aber in der Regel der Mehrheit an (siehe dazu den Roman und Film von John Irving, Garp und wie er die Welt sah, 1978 und 1982).

    Auf dem feuchten Untergrund des gefallenen Laubes ging es zunächst einen breiten Weg recht steil bergauf, die Wandergruppe zog sich auseinander, man kam ins Plaudern und Gespräch mit diesem und jener. Es ließ sich heraushören, dass jenseits vom Sport auch viel Persönliches, Berufliches, Interessantes und Fachwissen ausgetauscht wurde. Die Sonne tauchte den Wald in wunderbar warme Herbstfarben, die durch die Schatten der Bäume unterbrochen waren und abwechslungsreiche Lichtspiele und Hell-Dunkel-Variationen boten. Der Blick ins Tal auf den Ort der Besenbindekunst, Ramberg, belohnte gleich zweifach: Er ließ stolz erahnen, wie viele Höhenmeter wir bereits hinter uns gebracht hatten, und zeigte uns die Idylle des kleinen Ortes dort unten, sowie die dahinterliegenden Ausläufer des Pfälzer Waldes bis zur Sicht hinein in die Rheinebene.

    Ae32d360 d9c6 4986 9039 4cb369492792

    Vor der Ramburgschenke, der Hütte unterhalb der Burg, fanden wir Platz an einem großen Tisch, umringt von Laubbäumen, die noch erstaunlich viel grünes Blattwerk boten. Die Mittagssonne schien einigermaßen wärmend auf uns herab. Im Innenraum der schönen, aus Sandstein und Holz gebauten Hütte prasselte ein behagliches Kaminfeuer.
    An der Theke bestellten wir bei Küchenfrau Diana und ihrer Männerriege die ortsüblichen Leberknödel, wahlweise mit Kraut, Brot oder Pommes, Rippchen, Wienerle, Flammkuchen oder eine frische Kürbissuppe, mit einem Klacks Sahne verfeinert. Dazu gab es ordentlich eingeschenkte Schorle und andere erfrischende Getränke. Auch Kaffee und Kuchen fanden wir im Angebot.

    Unser Essen wurde unerwartet bereichert von einer Gruppe singender und bestens gelaunter Damen, die von der Ramburg herabkamen und uns mehrstimmig mit einem willkommenen Ständchen beglückten.

    Nach dem ausgiebigen Essen fiel es ein bisschen schwer, die letzten Höhenmeter zur Burg zu erklimmen. Waren wir in Ramberg auf 237 m gestartet, so standen wir nun auf 444 m auf dem Schlossberg nach einem Anstieg von über 200 Höhenmetern. Für Drachenbootsportler aus der Rheinebene, die sonst eigentlich nur in der Horizontalen unterwegs sind, nicht schlecht.

    Die Ramburg aus dem 12. Jahrhundert ist heute eine Ruine, sie wurde von den Staufern zum Schutz der Reichsburg Trifels errichtet. Während der Bauernkriege brannte sie aus, wurde durch Blitzschlag beschädigt, während des Dreißigjährigen Krieges geplündert und im 18. Jahrhundert als Steinbruch genutzt. Die Mauern der trotzdem noch immer hoch aufragenden Gebäudereste lassen sich besteigen und bieten fantastische Rundumblicke auf die Trifels, weiter in die Rheinebene, auf den Schwarzwald und den umliegenden Pfälzerwald. Der strahlend blaue Himmel und die lachende Sonne waren uns eine Freude.

    8f6d2ffc fa6e 4b4e b19b c0e01594fb47

    Der Abstieg zurück nach Ramberg fiel leichter als der Aufstieg, zumal uns im Schlossbergcafé Marions hausgemachter Kuchen erwartete. Besonders die selbstgebackene Keschdesahnetorte passte zur Jahreszeit und erwies sich als „sehr mächtig, aber super lecker“, so das begeisterte Zitat einer Genießerin. Die freundliche Wirtin servierte uns den Nachmittagskaffee im Hof, im dem es zunehmend schattig und kühler wurde.

    Für so manchen Paddler endete hier der schöne Wandertag, vier Eifrige besuchten noch die Burg Meistersel, auch Modenbacher Schloss genannt, unter Günthers Führung. Sie war erst vor kurzer Zeit nach umfangreichen Sanierungen der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht worden.
    Der Rest machte sich auf den Heimweg und hoffte auf weniger Brückensperrungen und Umleitungen als auf der Herfahrt.

    Die bestens geführten Wanderer bedankten sich herzlich bei Lucie und Günther für einen aufmerksam geplanten, wunderschönen Tag, an dem so wirklich alles zusammen passte.

    Und da nach der Wanderung auch vor der Wanderung ist, freuen wir uns schon auf den nächsten Herbst.


Aktuelle Berichte: